Innerhalb weniger Sekunden sämtliche Mails checken, Facebook aktualisieren, wenigstens die letzte Sendung meiner Serie im Internet gucken.
Hin und wieder zuhause sein, tut gut. :)
Und wenn es nur heute der Tag ist und Punkt 22 Uhr ich wieder auf der Fußmatte des großen sterilen Gebäudes stehen muss.
Die Klinik läuft nach wie vor- tolerant sind sie nicht so richtig teilweise. Einiges grenzt ziemlich an Schikane. Weniger als 100 Gramm haben mir zur Wochenendbeurlaubung gefehlt- kein Glasperlenspielkonzert, keine Pause oder Abstand. Obwohl ich sie dringend mal brauchen könnte. Ein bisschen Belohnung für die vielen vielen Schritte. Für das Anfangen mit der Aufarbeitung und dem ganzen Mist.
Lernen über mich tue ich viel, mehr auf der eigenen Tour. Aber voran gehen, Schrittchen für Schrittchen. Im Bereich Essstörung auf jeden Fall.
Das Studium läuft wieder, erstmal noch ohne mich. Aber darüber zerbreche ich mir nicht ganz den Kopf.
Mein soziales Netz ist es vor allem auch, was mir die Kraft gibt. Meine Freundin, der kleine romantisch angehauchte Sturkopf, Freunde von hier, Freunde von früher, Freunde aus der Klinik.
Freundschaft entsteht aus einer Brücke an Vertrauen, wenn beide aufeinander zugehen.
Und außerdem freue ich mich. Ich sehe den Unterschied zwischen den Tagen vor der Aufnahme und jetzt. Ein Blick durch getrübte Augen davor, etwas klarer meine Augen nun.
Vielleicht fangen sie wieder ein bisschen an zu glänzen.
Ein bisschen Freiheit.
Ein bisschen Lebensmut.
Ein bisschen mehr Leichtigkeit, aber in einem Leben mit Gewicht.
Mein Leben mit etwas mehr Gewicht.
Fühlt sich gar nicht schlecht an.
Sonntag, 3. November 2013
Montag, 12. August 2013
Klinikgezeugs und anderes
Eine Woche, vier Postkarten. Schööön!! :)
Klinikgedöns läuft, der Termin kommt nun, eine sinnvolle Stunde in der Thera darüber endlich mal gehabt, alles mögliche eingekauft und Vorratshaltung in Bezug auf Shampoo etc. betrieben.
Die Eltern.. fehlen noch. Aber kommt.
Angst? Immer. Gerade davor.
Aber - normal.
Praktikum? Läuft.
Ein Kolloq. hinter mir, das schwierigere noch vor mir. Wird.
Insgesamt so? Jaaa. Geht also
und eigentlich auch nicht so schlecht.
Ich nehme Papier mit und Marken, Stifte und Worte. Worte, die endlich mal wieder kommen wollen, müssen, sollen. An ein paar liebe Menschen und gute Seelen, die einfach nicht locker lassen.
Gut so.
Hilft nämlich.
Lediglich meine Kleinen sollte ich in die Tasche packen, einen doppelten Boden anlegen und behaupten, dass es mein Koffer-Reisetaschen-Sound-System-Interaktiv ist, wenn eine Frage kommt bei der Anreise. Später dann Gewusel im Zimmer.
Sie fehlen mir jetzt schon.
Weiches, weiches Fell und schneller Herzschlag und die (un)angenehme Tatsache, dass sie besser als die Snooze-Funktion des einen oder anderen Weckers sind, weil sie ganz genau mitkriegen (selbst wenn es nur Vibration ist), wann ich aufzustehen hab.
Wecker - Äuglein auf - herzhaft gähnen - ALARM: WIR VERHUNGERN.
Als ob, aber bringt alles nichts, wenn verlangt, dann verlangt. Was kann man den süßen Knopfaugen auch abschlagen?
Also ;)
Ich sollte sie wirklich mitnehmen, aber vorher erst noch einen Schmuggler-Kurs belegen.
Geil- gröhlende Menschen draußen. Regen oder Gewitter wäre es mal wieder.
Welt außen laut, drinnen warm und behaglich.
Tolles Wetter.
Nur ist noch August.
Bald Herbst <3
Klinikgedöns läuft, der Termin kommt nun, eine sinnvolle Stunde in der Thera darüber endlich mal gehabt, alles mögliche eingekauft und Vorratshaltung in Bezug auf Shampoo etc. betrieben.
Die Eltern.. fehlen noch. Aber kommt.
Angst? Immer. Gerade davor.
Aber - normal.
Praktikum? Läuft.
Ein Kolloq. hinter mir, das schwierigere noch vor mir. Wird.
Insgesamt so? Jaaa. Geht also
und eigentlich auch nicht so schlecht.
Ich nehme Papier mit und Marken, Stifte und Worte. Worte, die endlich mal wieder kommen wollen, müssen, sollen. An ein paar liebe Menschen und gute Seelen, die einfach nicht locker lassen.
Gut so.
Hilft nämlich.
Lediglich meine Kleinen sollte ich in die Tasche packen, einen doppelten Boden anlegen und behaupten, dass es mein Koffer-Reisetaschen-Sound-System-Interaktiv ist, wenn eine Frage kommt bei der Anreise. Später dann Gewusel im Zimmer.
Sie fehlen mir jetzt schon.
Weiches, weiches Fell und schneller Herzschlag und die (un)angenehme Tatsache, dass sie besser als die Snooze-Funktion des einen oder anderen Weckers sind, weil sie ganz genau mitkriegen (selbst wenn es nur Vibration ist), wann ich aufzustehen hab.
Wecker - Äuglein auf - herzhaft gähnen - ALARM: WIR VERHUNGERN.
Als ob, aber bringt alles nichts, wenn verlangt, dann verlangt. Was kann man den süßen Knopfaugen auch abschlagen?
Also ;)
Ich sollte sie wirklich mitnehmen, aber vorher erst noch einen Schmuggler-Kurs belegen.
Geil- gröhlende Menschen draußen. Regen oder Gewitter wäre es mal wieder.
Welt außen laut, drinnen warm und behaglich.
Tolles Wetter.
Nur ist noch August.
Bald Herbst <3
Montag, 5. August 2013
Praktikumslalala -.-
Daaaas Praktikum hat mich nicht gefressen. Praktikumstarts machen mich alle.
Wie ist, wie wird es, was mach ich falsch?
Erst mal ist eine Runde Kuscheln angesagt, die softe Tour, genaue Anleitung. Jeder macht dasselbe.
Sehr angenehm, gerade in der organischen Chemie. Diese ganzen Flüssigkeiten :D
Festkörperpraktikum ist so viel angenehmer, was einwiegen an Feststoffen, Flüssigkeit zugeben oder eine anderen Feststoff etc. in den Ofen, all sowas. Bisschen filtrieren, Produkt, FESTSTOFF, irgendwann erhalten.
Angenehm. Auch wenn die Auswertung nicht angenehm ist.
Aber es fließen zumindest nicht tausend Flüssigkeiten in verschiedenen Phasen durch irgendwelche ominösen Kolben und Gläser etc.
Okay, genug Chemie.
Die Klinik... hat sich noch nicht gemeldet. Ich sollte mal anrufen, glaub ich.
Für den festen Termin, für die Sicherheit, um meine Eltern vorzubereiten. All das.
Okay, zugegeben, ich bin mega nervös, hab Angst wie sonst was davor. Ein bisschen freue ich mich aber auch.
Und auf meine Freundin freue ich mich. Sie kommt und verbringt hier ein paar Tage :)
Ich freue mich sehr auf sie.
Wie ist, wie wird es, was mach ich falsch?
Erst mal ist eine Runde Kuscheln angesagt, die softe Tour, genaue Anleitung. Jeder macht dasselbe.
Sehr angenehm, gerade in der organischen Chemie. Diese ganzen Flüssigkeiten :D
Festkörperpraktikum ist so viel angenehmer, was einwiegen an Feststoffen, Flüssigkeit zugeben oder eine anderen Feststoff etc. in den Ofen, all sowas. Bisschen filtrieren, Produkt, FESTSTOFF, irgendwann erhalten.
Angenehm. Auch wenn die Auswertung nicht angenehm ist.
Aber es fließen zumindest nicht tausend Flüssigkeiten in verschiedenen Phasen durch irgendwelche ominösen Kolben und Gläser etc.
Okay, genug Chemie.
Die Klinik... hat sich noch nicht gemeldet. Ich sollte mal anrufen, glaub ich.
Für den festen Termin, für die Sicherheit, um meine Eltern vorzubereiten. All das.
Okay, zugegeben, ich bin mega nervös, hab Angst wie sonst was davor. Ein bisschen freue ich mich aber auch.
Und auf meine Freundin freue ich mich. Sie kommt und verbringt hier ein paar Tage :)
Ich freue mich sehr auf sie.
Dienstag, 30. Juli 2013
Kopfzweifel
Ich setz mal Triggerdinger noch dazu. Keine Ahnung, inwieweit das vielleicht das Potenzial hat. Sorry.
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Ist es schlimm, verwerflich, sich manchmal zu wünschen, dass er einfach gestorben wäre?
Dass er einfach mein bester Freund hätte bleiben können und ich das nicht gewusst hätte oder besser ich die Hilfe nach wie vor geholt hätte, mit dem Wissen, dass ich eben das getan hab, was ich konnte.
Es wäre seine Wahl gewesen, ist es immer noch.
Für sein Leben ist nunmal jeder selber verantwortlich, so sehr man die Verantwortung auch abgeben möchte. Eigene Verantwortung. Es wäre nicht meine Schuld gewesen, wenn er seine Pläne durchgesetzt hätte. Mehr an Hilfe konnte ich nicht beisteuern.
Aber ich hätte nicht nur um die Freundschaft irgendwie getrauert, sondern richtig und das geht vorbei. Es wäre okay gewesen zu trauern. Erlaubt und verständlich.
Der Schlamassel hätte ein Ende gehabt und die Freundschaft würde sich nicht weiter auswirken auf alle anderen Bereiche.
Vielleicht begreift er die Chance.
Vielleicht finde ich den Weg, mit dem Chaos zurecht zu finden, den die Freundschaft immer ausgelöst hat. Es ist nur eine scheiß Freundschaft, meine Beziehung ist so viel mehr wert. Das ewige Tauziehen bin ich doch eigentlich selber leid.
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Ist es schlimm, verwerflich, sich manchmal zu wünschen, dass er einfach gestorben wäre?
Dass er einfach mein bester Freund hätte bleiben können und ich das nicht gewusst hätte oder besser ich die Hilfe nach wie vor geholt hätte, mit dem Wissen, dass ich eben das getan hab, was ich konnte.
Es wäre seine Wahl gewesen, ist es immer noch.
Für sein Leben ist nunmal jeder selber verantwortlich, so sehr man die Verantwortung auch abgeben möchte. Eigene Verantwortung. Es wäre nicht meine Schuld gewesen, wenn er seine Pläne durchgesetzt hätte. Mehr an Hilfe konnte ich nicht beisteuern.
Aber ich hätte nicht nur um die Freundschaft irgendwie getrauert, sondern richtig und das geht vorbei. Es wäre okay gewesen zu trauern. Erlaubt und verständlich.
Der Schlamassel hätte ein Ende gehabt und die Freundschaft würde sich nicht weiter auswirken auf alle anderen Bereiche.
Vielleicht begreift er die Chance.
Vielleicht finde ich den Weg, mit dem Chaos zurecht zu finden, den die Freundschaft immer ausgelöst hat. Es ist nur eine scheiß Freundschaft, meine Beziehung ist so viel mehr wert. Das ewige Tauziehen bin ich doch eigentlich selber leid.
Montag, 29. Juli 2013
Macken-Ich
Eine «neue» Macke meines bekloppten Ichs ist mir heute (wieder) begegnen.
Nach allem, was ich besorgen müsste, war ich bei Thalia in der Stadt, hab zwischen den Regalen rum gehangen und wollte nur Ruhe, ein wenig blättern und anlesen.
Es war so voll. So unerträglich viele Menschen. Die sich alle so dicht neben einen stellen. Hinter einen stehen und ins Regal spähen, Titel schnell überfliegen und mit ihren Händen an mir vorbei greifen. Kurz am Arm streifen. Zwei Schritte an die Seite scheinen gleich bedeutend zu sein mit «komm mir noch näher».
Eine Flucht zu den Bildbänden, die am schlechtesten besuchte Ecke des ganzen Ladens. Vergessen den Infoschalter direkt um die Kurve.
Menschen. Krass viele viele Menschen. Mein Rücken. Spannt.
Beim raus laufen, stolpern- renne ich fast in meine alte Therapeutin. Sieht fast noch genauso aus. Nur ohne Brille. Bei vielen Leuten kann man sehen, dass ihre Brille besichtigt ist und gebraucht wird, zumindest, wenn sie auf- oder abgesetzt wird, weil sich kurz die Augen vergrößern oder verkleinern zu scheinen. Bei ihr nicht. Fällt mir wieder ein. Vielleicht ist das nur Zierde. Ihre Art Maske, die Distanz zu wahren.
Egal.
Beschließe, dass ich sie nicht gesehen hab, obwohl sie mir fast gegenüber stand hinter dem Büchertisch. Sie hat mich nicht erkannt. Einreden. Fertig.
Endlich die Filiale verlassen.
Mittagszeit. Ferien. So eine Scheiße. Viel zu voll. Zu laut. Zu wenig Verschwinde-Möglichkeiten. So leise die Schuhe auf dem Asphalt sind, so sehr der Kopf gesenkt, der Blick nach unten gerichtet ist. Fußgängerzonen, die ohne Bäume, ohne Schatten, ohne Rückzug sind.
Immerhin draußen nicht mehr die Gluthitze.
Im Lieblingscafé runterkommen.
Sich mit Elektromusik betäuben
und vorm Klavier wieder zu atmen beginnen.
Mackenmäßig, mackenhaft, mackig.
Nach allem, was ich besorgen müsste, war ich bei Thalia in der Stadt, hab zwischen den Regalen rum gehangen und wollte nur Ruhe, ein wenig blättern und anlesen.
Es war so voll. So unerträglich viele Menschen. Die sich alle so dicht neben einen stellen. Hinter einen stehen und ins Regal spähen, Titel schnell überfliegen und mit ihren Händen an mir vorbei greifen. Kurz am Arm streifen. Zwei Schritte an die Seite scheinen gleich bedeutend zu sein mit «komm mir noch näher».
Eine Flucht zu den Bildbänden, die am schlechtesten besuchte Ecke des ganzen Ladens. Vergessen den Infoschalter direkt um die Kurve.
Menschen. Krass viele viele Menschen. Mein Rücken. Spannt.
Beim raus laufen, stolpern- renne ich fast in meine alte Therapeutin. Sieht fast noch genauso aus. Nur ohne Brille. Bei vielen Leuten kann man sehen, dass ihre Brille besichtigt ist und gebraucht wird, zumindest, wenn sie auf- oder abgesetzt wird, weil sich kurz die Augen vergrößern oder verkleinern zu scheinen. Bei ihr nicht. Fällt mir wieder ein. Vielleicht ist das nur Zierde. Ihre Art Maske, die Distanz zu wahren.
Egal.
Beschließe, dass ich sie nicht gesehen hab, obwohl sie mir fast gegenüber stand hinter dem Büchertisch. Sie hat mich nicht erkannt. Einreden. Fertig.
Endlich die Filiale verlassen.
Mittagszeit. Ferien. So eine Scheiße. Viel zu voll. Zu laut. Zu wenig Verschwinde-Möglichkeiten. So leise die Schuhe auf dem Asphalt sind, so sehr der Kopf gesenkt, der Blick nach unten gerichtet ist. Fußgängerzonen, die ohne Bäume, ohne Schatten, ohne Rückzug sind.
Immerhin draußen nicht mehr die Gluthitze.
Im Lieblingscafé runterkommen.
Sich mit Elektromusik betäuben
und vorm Klavier wieder zu atmen beginnen.
Mackenmäßig, mackenhaft, mackig.