Happiness does not wait

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Dienstag, 25. August 2015

La solitudine

Einsamkeit und Schönheit.

Natur.

Die Flüge nach Schweden sind gebucht- Stockholm hin und zurück. Und dazwischen?

Schon als Kind habe ich die Faszination Skandinaviens kennengelernt. Haben meine Eltern mit uns Kleinkindern meist die Kanaren unsicher gemacht, Sand und Strand, hohe Temperaturen, klebrige eisverschmierte Kinderhände, Sonnenmilchwangenküsse in Kauf genommen ebenso wie tausend Mückenstiche, die eingecremt werden mussten, so haben sich die Urlaube verändert, als wir älter wurden.
Wenn man eine Landkarte Europas vornimmt, sind sie mit uns in einigen Ländern und vielen Städten bereits gewesen. Was besonders für mich rausgestochen ist? Unsere Reisen nach Rügen.
Die größte deutsche Insel Deutschlands, die mit zwei Brücken wie Fingerspitzen das Festland berührt. Vollständig von der Ostsee gezeichnet und geformt, übt sie einen fast magischen Reiz auf mich aus. Die dynamisch sich ändernde Küste, die Kreidehügel, die dem Wind strotzen, schließlich zerbrechen und Bäume, die sich festkrallen, um nicht unweigerlich in die Tiefe zu stürzen.
Maler und Komponisten haben sich früh auf dieser Insel eingefunden.
Aber darum soll es nicht gehen.

Skandinavien- über zwei lange Kreuzfahrten haben wir mehr von Norwegens Küste, den Fjorden hinaus über das Nordkapp nach Svalbard («kühle Küste» | in Deutschland besser bekannt als Spitzbergen) gesehen.
Erlebt. Berührt. Bewandert.
Den kühlen Atem des Eises gespürt. Über die Spitzen der vielen Fjordzweige gestrichen.

Nun auch Skandinavien aber Schweden. Einmal Stockholm hat mich innerhalb kürzester Zeit angesteckt. Nachdem mein Skandinavien-Bildband «Ich nutze dich gerne zum Weitwegträumen» in mir das Schwedenfieber ausgelöst hat... und außerdem hab ich einen tollen RT-Beitrag von 2011 wieder gefunden
REISELUST- ich will unbedingt mal nach...
wieder nach stockholm :love:

war es klar, wohin es geht.
Bald geht es los, ich freue mich wie ein Kind über die wunderbaren Schätze und Schönheiten, die es zu entdecken gilt.
Die Reise hab ich in vier größere Reiseziele in Mittel- und Ostschwedens  geteilt und die schwedische Bahn wird mich mit Block, Stiften und Musik sicher von A nach B schaukeln.

Einsamkeit

Voglio stare un pò da solo

La solitudine

Die Reise ist ein Geschenk an meine Seele, zum Ruhe finden, Zeit für sich haben.
Es ist ein Geschenk an meine Augen und meine Hände, die Natur zu sehen, zu berühren und in mich aufzunehmen.
Die Reise ist ein Geschenk für mich. Und es tut gut, sich selbst sowas mal zu schenken.

Einsam von außen, aber innen mit mir zusammen 

Samstag, 21. März 2015

Time

«Ich glaube, ich habe einen Weg zurück gefunden und dieser letzte Job, der bringt mich dort hin»
(Inception)


Manchmal denke ich,
ich treibe und treibe- wie ein Süchtiger immer seiner Sucht hinterher, ihr entgegen, weil er sich nicht stellen kann oder will. Aber süchtig war ich schon einmal, so ist es nicht.
Und wenn ich ankomme, wird es nicht mehr so sein, wie es war. Aber das ist es so oder so nicht. Weil man nicht so naiv wie Dom Copp in Inception sein kann und sollte. Selbst wenn man an Orte, Zeiten, Momente der Vergangenheit zurückkehren sollte, wird es nicht mehr so sein, wie es mal war.

Vielleicht treibe ich einfach nur im Rausch der Musik. Vor mir her oder über mir selbst fliegend. Betrachtend, wie sinnlos ich am Laptop sitze und tippe. Weil es sich wie ablöst von der körperlichen Erscheinungsform, weil die Grenzen aufweichen und ich einfach aus der Hülle schlüpfe und mich immer mehr entferne.

Es gibt Zeit und Zeit, die wir glauben, steuern zu können. Wie blind wir sind. Es ist ein und dieselbe Zeit.

Sonntag, 11. Januar 2015

eben einfach so

Mein Blog lebt nicht mehr. Das weiß ich. Aber ich finde das weder komisch noch traurig. Es ist eben einfach so.
Vielleicht war das nicht mehr meine Sache. Vielleicht war ich einfach viel mit klar kommen, Therapie machen und gesund werden beschäftigt. Vielleicht aber auch nur mit schlafen und die Zeit verstreichen lassen. Es ist eben einfach so.
Wie ich die Magersucht hinter mir gelassen habe und sie hoffentlich für immer hinter mir stehen bleibt und niemals den Anlauf wieder nimmt. Das ist auch eben einfach so.
Sie war schon eine charakterlich ziemlich hässliche Freundin. Vielleicht werde ich auch wieder mehr mit leben beschäftigt sein.
Deshalb ersteht mein Blog nicht. Er bleibt einfach da liegen, wie er ist und wenn mir danach ist, dann schau ich mal vorbei.

Montag, 2. Juni 2014

Bin da

Ich finde es schwer, Blog zu schreiben, wenn ich nur zwischen menschlich-normalen-Alltagsgeschehen dümpel.
Meine Eltern waren auf Kreuzfahrt, ein wenig habe ich sie darum beneidet, dennoch habe ich gleichzeitig die Chance genutzt, heim zu fahren. Zwei Freundinnen besuchen, treffen, in die Disco (ja Disco sag ich lieber als "Club") zu gehen.
Meine Uni plätschert vor sich hin, Klausuren rücken näher, Professoren meinen, dass sie bestimmte Sachen wieder zum Besten geben müssen und man wünscht sich eigentlich nur eins. Raus aus der Mühle, Uni hinter sich lassen, Lehrerin werden. In die nächste Mühle kommen, treten und laufen, ja nicht stolpern. Aber Uni ist ausgelutscht. Wissen anhäufen, was Schüler niemals lernen werden, was einen selber nicht interessiert oder tatsächlich mitreißt und man dennoch weiß- man wird es vielleicht wieder vergessen, weil man es kaum wem groß beibringt. Semester über Semester beenden, Klausuren hier und da mal mitschleppen, mal aufarbeiten.

Ich esse, ich schneide nicht, ich lache, fühle, schlafe, lese, tanze, bastel am Käfig für meine Meerschweinchen, höre Musik, lerne, gehe raus, bin da.
Vielleicht ist -bin da- eben jener Zustand, der bewirkt, dass ich einfach mal nur teilnehme am Leben.

Mittwoch, 14. Mai 2014

Es ist Mai

Stimmt, es ist Mai.

(Nachtrag für abendliche / nächtliche Gedanken - Montag)

Es ist nachts. Gestern war wieder einer der tollen Tage. Muttertag.

Mir fehlt meine Mutter. Mir fehlt vor allem aber eine Mutter.
Zum Weinen, zum Umarmen, zum An-sie-lehnen und wissen. Bescheid wissen und aktiv nicht viel tun- hin und her wiegen vielleicht. Mir ein Taschentuch geben, wenn ich weinen mag. Ein Lächeln.

Damit ich weiß, dass zwar jeder einem etwas antun kann und selbst wenn man es nicht stoppen kann, kann man überleben (nach «Georgias Gesetz»).


Meine frühere Lehrerin ist nicht meine Mutter. Ich habe nicht das Recht, mir zu wünschen, sie wäre es. Sie ist es nicht.
Ich kann nicht zu ihr gehen, ihr von Kindheit, aktuellem erzählen. Ich kann nicht, weil ich nicht darf und weil ich nicht fordern kann, dass sie es wissen möchte. Aber vor allem kann ich nicht, weil ich sie nicht überfordern, eine zusätzliche Last auflegen, will.
Eine Mutterrolle aufzwingen, das kann man nicht. Ich könnte es auch nicht.

Mir fehlt eine Mutter, aber groß bin ich schon. Ich sollte es ohne schaffen, sondern wie meine Freundin selber beigetragen hat- mir selber eine Mutter sein, innerlich groß für die verletzte Kleine.

Vielleicht verzeihe ich meiner Mutter, meiner richtigen Mutter, irgendwann. «Zu verzeihen, heißt, vorwärts gehen» (aus «Georgias Gesetz»).


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Den Berg hinauf
Breite die Flügel aus
Lauf los
Die Füße vom Boden lösen
Vorsichtig gleiten
Tragen lassen

Die Vögel im Herzen

Der Wind im Gesicht
Die Sonnenwärme in dir


-> David Keller - Freiflug