Happiness does not wait

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Donnerstag, 2. Februar 2012

Oder so

Ich habe an mich selber geschrieben, mir selber alles mögliche runter geredet, weil hier das ein wenig befremdlich gerade ist für mich. Wo soll ich sonst das loswerden, wenn nicht an mich selber.
So lässt es sich speichern und später lesen. Vielleicht den Kopf drüber schütteln, lächeln oder löschen oder nachdenken.
Wo soll ich sonst meine Einsamkeit parken und mich geborgen fühlen? Sicher. Und zum Herz ausschütten. Schrift ist geduldig und wenn ich selber mir nicht zuhören will, schließe ich einfach das Fenster. So ist das eben. Es wird ordentlich gespeichert und läuft nicht mehr weg.
Keine Ahnung, ob ich das hier gleich veröffentliche oder lieber zurück halte und es bald lösche.

Ktj., du fehlst mir so sehr. Ich habe Angst, dass alles kaputt ist, wenn ich zurück bin.
Wer nimmt mich sonst in den Arm, wenn nicht du?
Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, dir letztes Wochenende am Telefon zu sagen, wie es mir geht. So richtig, mein ich.
Ich weiß, dass es nicht so ist, wie früher. Aber ich hoffe.
Dabei ist Hoffnung böse.

Dienstag, 24. Januar 2012

Man liest sich später

Hey,

weil bei mir viele KLausuren und viel Lernen ansteht, werde ich kaum hier schreiben die nächsten Wochen.

Außerdem ist mir das bisschen zu offen gerade alles und ich weiß auch noch nicht, wo ich sonst verarbeiten soll, aber hier die nächsten Tage wahrscheinlich nicht.

Alles Gute.

Samstag, 21. Januar 2012

Didum

«Wie geht das? Mach das nochmal!»
... Was denn bitte?
«Das Geräusch, was du manchmal machst, klingt wie keine Ahnung, lustig eben»
..Ahja :D

Das Geräusch, was Jgi. meinte, klingt ein wenig wie Didum, aber auch nicht so richtig, zumindest sage ich es einfach so, wenn jemand eine Feststellung oder eine Idee oder was weiß ich hatte.
Warum ich das erzähle?
Weil mir das eingefallen ist vorhin, als ich im Audimax saß und eilig das alles niedergeschrieben habe, was mir so zu den Aufgaben eingefallen ist. Die Zeit war echt gut und ausreichend, jede Aufgabe habe ich bearbeitet und spontan im letzten Moment ist mir sogar das eingefallen, woran ich vorher 10 Minuten gegrübelt habe. Es sollte bestanden sein, das ist erstmal die Hauptsache.
Und meine Panik war nicht da, das war schön.
Also saß ich in der Klausur, habe ich geschrieben und Strukturen gezeichnet, die Jgi. den Tag vorher kommentiert hatte mit den Worten «Was ist das? Studierst du nun Kunst?», und dann ist mir Didum eingefallen und ich musste grinsen, als ich die kleine Bohne (ist so eine Aktion von Real im Moment, beim Einkaufswert von so und so viel Euro, gibt es eine Bohne) angeschaut habe, die Jgi. ein wenig ähnelt ;)
Er hat tatsächlich vorm Audimax gewartet auf mich, als ich schließlich vor fast einer Stunde fertig war.
Gleich gehen wir in die Stadt und durch den ganzen Schnee. Der weiße, schöne Schnee. Hoffentlich schneit es genug, ich will Schneeengel machen :) und Schneeballschlacht und wenn ich gewinne (Wunschdenken, aber Wünsche sind offen und frei) Didum rufen. Und lachen.

Lachen- so viel, wie wenig in der Zeit davor. Mit den Jungs kann ich immer irgendwie lachen.
Das ist schön und befreit unglaublich.

Montag, 16. Januar 2012

Danke Körper, große Klasse

Leider muss man essen, damit man durchkommt, das habe ich schon begriffen, aber das heißt ja nicht, dass es schmecken muss. Ich wünschte, nichts der Welt würde schmecken, damit mein Magen begreift, dass Essen keine Freude ist, dass Essen für mich keine Freude ist.
Mein beschissener Körper will diese dumme Nahrung, dieses ganze ekelige Fettzeug. Der dumme Körper und mit einem blöden Magen, der knurrt und mir ist das scheißegal. Der hat das Problem, der Magen, der Körper hat Hunger, ich nicht. Da knurrt etwas, ein Geräusch, ich nehme das wahr und fertig, nur wenn da ein Geräusch auftaucht in der lauten Welt, reagiert doch auch nicht jeder. Also wozu soll ich essen, wenn da ein Geräusch kommt, das ist ja nett, dass mein Magen reden kann, aber ich will ihm nicht zuhören, ich rede nicht diese Sprache.
Ich will nicht essen und ich brauche es auch nicht, damit ich glücklich bin. Wie sollen denn bitte Fett und Kohlenhydrate und widerliche Kalorien einen glücklich machen?
Die machen nicht glücklich, sondern nur traurig und verzweifeln mich. Mein Körper will fett sein und ich will das nicht. Aber mein Körper tut ja eh, was er will, fett sein und aufgequollen und schwabbelig und einfach nur widerwärtig.

In der Stadt war Ich mit Kla.s und dann war da plötzlich nur noch mein Körper, der irgendwie eingewilligt hat, dass wir was essen. Klar, Pizza, Kla.s hat das vorgeschlagen, warum also nicht.
HALLO KÖRPER?! Pizza? Bist du irre? Das macht mal so richtig fett und ist damit fast das Top auf der Liste der bösen Sachen. Nein, mein Körper hört ja nicht. Der macht dann einfach mal.
Und ich? Wo bin ich? Was zählt meine Meinung? Ich hasse dich, Körper. Was sollte das? Ich wünschte, ich könnte mir meinen Finger in den Hals stecken und all den Scheiß wieder auskotzen. Das nervt, dass der Körper was macht und ich dann die Dumme sein muss, die sich um das Kotzen kümmern soll. Denn das ist ekelig. Das ist dermaßen widerlich, dass das Nicht-Essen wesentlich leichter ist. Aber in der Stadt kann man sich ja schließlich nicht einfach über die Regenrinne hängen und eine Runde brechen.
Aber naja, was solls. Der Körper brockt mir diese Scheiße ein, dann badet er das auch aus. Was tun mir denn bitte die Narben und das ganze Blut. Das ist die Sache des Körpers, seine Strafe, nicht meine. Denn immerhin ist das greifbarer als alles andere, was in mir ist. Was ich noch spüre.

Ich mag nur noch schlafen.
Mein Körper tut sowieso, was er will, der kriegt das schon ohne mich hin, der kann dann nach seinen Regeln spielen. Das wäre mir dann egal.

Sehnen, Sehnsucht nach etwas Heilem, nach der schönen Stabilität, nach Armen, die mich aufnehmen und festhalten, aber so bleibt mir das mich selber umarmen, das Stück Ich noch zusammenhalten, was noch da ist. Das tröstet nur nicht, das tut weh, dass da nur noch so wenig ist, was Ich ausmache.
Schlafen und nicht denken. Schlafen und schlafen und ein wenig geborgen liegen in den Decken.
Ein kleines bisschen Geborgenheit.

Sonntag, 15. Januar 2012

«Du bist seltsam»

Ja :D
Ich weiß.

Ist doch lustig oder nicht?
Zumindest scheinen die Jungs echt ganz gut mit meiner Art klar zu kommen.
Hätte ich gar nicht gedacht, dass ich mich sowieso besser mit den Jungs verstehe, aber naja, das freut mich irgendwie.

Nunja, keine Ahnung, es war nicht das erste Mal, dass ich das gehört habe und es ist bestimmt nicht das letzte Mal, dass Kla.s oder so das zu mir sagt. ;-)
Ich weiß gerade nicht so recht, was ich schreiben mag. Ich meine- es geht mir gut oder sowas wie okay heute. Die Welt geht gerade nicht unter, wozu auch, die Welt kann nett sein und außerdem hoffe ich noch, dass es Schnee gibt- für Schneeballschlacht und Schneemannbauen und Jungs einseifen und Schneeengel machen und einfach nur im Schnee liegen und in den Himmel schauen.
Danach darf ganz schnell der Frühling kommen, der ist auch sehr lieb, da wird es nämlich endlich wieder wärmer und man muss nicht immer frieren, obwohl man wie in kleiner Eskimo eingepackt ist. Und ich fahre zurück in den Semesterferien und kann bei meiner Schwester sein und keine Ahnung, das macht mich gerade traurig.

Ich muss lernen, eigentlich muss ich gerade lernen und morgen früh und in den Pausen in der Uni und abends und überhaupt. Ich lerne nicht genug, ich kann nie genug lernen. Bei meinem Glück weiß ich in der KLausur wieder nichts und das Lernen hat nichts gebracht. Das ist schlecht und wenn ich nichts gescheites zu Papier bringe, ist das schlecht und eine schlechte Note zeigt mir dann nur, dass ich schlecht bin und dass ich das nicht drauf habe. Dass ich das nicht kann und dass es sowieso alles sinnlos ist.

Ich weiß nicht, irgendwie habe ich Angst.
Große, böse Angst. Ganz ganz tief in mir.