Happiness does not wait

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Dienstag, 2. Juli 2013

Ich (Titel) bin seit neustem ein Pflichtfeld ! (Infos, die keiner braucht)

"Schreibst du endlich wieder was?"

Ja gut, schreiben wir also ENDLICH wieder was- endlich.. Ich schreibe jeden Tag! Einkaufszettel, kleine Notizen, Randbemerkungen und Mitschriften in mein anorganische Chemie Skript, die Überschrift der PFlanzenbestimmungsübung- ein Haufen an Sätzen und Worten, Silben, Buchstaben und Satzzeichen, die ich schreibe. Handschriftlich oder handgetippt.
Nur hier eben nichts? Wieso? Weil ich mich nicht sonderlich mit mir selber beschäftigen möchte, schätze ich. Weil im Außen so viel passiert, dass ich froh bin, wenn mein eigenes Inneres in mir bleibt oder nur in ganz kleinem Kreis- so face-to-face bzw. Telefonhörer-zu-Telefonhörer diskutiert wird. Meine Therapeutin bewundert sicherlich wieder, wie schön die Mauer ist und überlegt, ob sie sich mit einem Graffiti- ala "ich war hier" verewigen sollte. Sollte sie ruhig machen. Wenn ich fertig bin, mit Außenhektik, laufe ich sicherlich wieder mal an der Mauer lang und lese, was man mir so alles hinterlassen hat.
"Meld dich mal"
"Gibts dich noch?"
"Ist meine Karte angekommen?"

Zwischendurch sprinte ich, muss ich zugeben, schon lang. Ist nur fair denen gegenüber, die mir hin und wieder Briefbomben über die Mauer werfen. Aber vielleicht sollte ich es machen, wie fast alle hier im Haus- bekommst du keine Post, bestell irgendwas nettes. Das hat den Vorteil, dass es geliefert wird, man freut sich über Post (!!) und muss es maximal mit einem Rückaufkleber versehen und wieder zur Post tragen. Alternativ zahlt man die Rechnung und ist glücklich, dass man nicht Sätze zu Papier bringen muss. 
KOMMUNIKATION. FREMDE MENSCHEN. 
Gott- Hilfe :D 

Ach, wie schön ist doch das Leben,
kann man gut drumrum bereden.
Um das, was man sollte zu Papiere bringen, 
was einem tut doch gar nicht leicht gelingen.

Okay, Scherz beiseite-
Blog fehlt? Ja, tut es tatsächlich manchmal.
Gerade ist mal wieder Klausurenzeit, was auch sonst- schließlich geht man dafür in die Uni. Für eine Klausur und noch eine und noch eine. Freunde? Pfff. Quatsch. Interesse? Nichts da, das ist überflüssig.
Meine Therapeutin steht je nach Stunde viel mit der Spraydose rum und überlegt, aber nach einer gefährlich langen Zeit, zumindest kommt es mir so vor, in der sie das Privileg genoss, kurz einen Blick mit einem Periskop (über die Mauer oder um Ecken guck-Fernrohr) zu mir rein werfen zu dürfen, ist es nun nicht sooo schlimm. Wobei es mich auch wiederum nervt. Vielleicht lässt sich da ein Mittelding finden- Kopf legt bestimmt irgendwo ein loses Notizblatt dafür an.
Ansonsten bin ich einen besten Freund weniger und einen weisen Beschluss- "wir schaffen das Wort "beste" wieder ab, aus dem Alter bin ich raus" reicher. Die Umstände, wie eins zum anderen gekommen ist, lass ich besser weg. Das ist keine schöne Geschichte und hat mich mehrmals an das "wozu wir leben und wie man andere vom Leben überzeugt" gebracht. Darunter kann sich nun jeder was vorstellen und gut ist es.
Bei Silly war ich. Das war wirklich super. Erste Reihe (: ein schöner Abend. Auch wenn Frau Loos nicht still genug stehen wollte für meine Rentenalter-Kamera.
Generell ist jedes elektrische Gerät gerade auf Rente und Stillstand und Lebensende programmiert. Ein Handy, was mehr rumspackt, als Whatsapp anständig zu öffnen, Bilder zu machen und eine lange Akkulaufzeit zu haben; ein Laptop, der treffsicher nach Ablauf der Garantie nun repariert werden will (Scheiß Ausbeut-Firmen) und das letzte hab ich gerade vergessen. Fällt es mir wieder ein, was mich technisch noch nervt, schreib ich es auf einen Notizzettel und hänge es an die volle Pinnwand im Kopf. 
Belohnung für dieses Semester? 
Meine zwei Süßen mal beim Tierarzt vorführen- nicht weil sie krank sind, sondern weil es mir ein sichereres Gefühl verschafft, dass ein Tierarzt die zwei kennt, falls irgendwann in Zukunft (hoffentlich nicht!) was sein sollte.
Äh- ausschlafen.
Belohnung sonst? Quatsch- überflüssig. So richtig Zeit ist dafür auch einfach nicht. 
Die Klinik kann mir erst zwei oder drei Wochen vorher Bescheid geben, ob der Wunschtermin klappt oder nicht und wenn er klappt, was ich hoffe, dann gibt es eh keine Semesterferien mehr, sondern wieder einen fließenden Übergang ins nächste Semester.
Lebenssinn?
Die Uni. 
Lebensinhalt? 
Die Uni. 
Lebenswunsch?
Nicht die Uni. 

Studieren ist nett und nervt. Kann ich vielleicht bitte jetzt gleich fertig sein, spießig mir ein Haus bauen und unterrichten? Das wäre schön.
Und das baue ich mir nun im Traum so auf. 
In dem Sinne- gute Nacht

Samstag, 1. Juni 2013

Geladen

Die Wohnung aufgeräumt und sauber gemacht, ein angenehmer Zustand, den ich sehr begrüße; den Käfig der Kleinen gemacht; Brot gebacken, weil die Backmischung mit Abstand billiger war als das fertige Brot; Uni erledigt für heute; Briefe an meine Großtante und meine Schwester geschrieben- gefüllter Tag und ziemlich zufrieden damit.
Trotz des Wetters (Regen aus allen Ritzen und Löchern, aus Kübeln; meine Pflanzen schreien Hilfe, nicht weil sie ertrinken, sondern weil sie ersticken- kein Sauerstoff kommt mehr an die Wurzeln und so weiter) oder vielleicht deswegen? Im Endeffekt ist das egal, denn solange das Wort «zufrieden» zwischen meinen Gehörgängen hin und her läuft, an die Wände stößt, als wäre es betrunken, hinfällt, sich aufrappelt und tanzt und schreit, solange ist es gut, oder nicht?
(gestern Abend)


Keine Ahnung, woher die Energie kommt- im Endeffekt ist mir auch das ziemlich gleich. Mein Körper oder mein Kopf + Seele scheinen beschlossen zu haben, dass ich gute Laune habe und energiegeladen um kurz nach 7 nicht mehr im Bett liegen bleiben konnte. Was sehr gut passte, denn die zwei Beiden haben natürlich das Weckerklingeln eine gute halbe Stunde vorher gehört, was ich vergessen habe, gestern noch auszustellen. Also, liege ich wach und guck kurz an die Decke, bis das viel zu langweilig wird. Ich facebooke- neuer Monat = schnelles Internet mitm Handy-, spreche vom Bett aus mit den Meerlis und wünsche mir fast, dass sie alleine aufstehen könnten, den Käfig und den Kühlschrank aufmachen und sich fix das Essen selber zusammenstellen. Aber dann mach ich es doch selber. Füttern; waschen und mich anziehen- kein Problem. In null Komma nix bin ich fertig und woher auch immer der Mut oder der Wunsch, egal was, kommt, stecke ich zwei Scheiben des frischen Brots in den Toaster. Toaster? Zwei Scheiben? Ein bisschen verwundert mich das selber, dennoch verteile ich kurz danach schon Marmelade und Käse darauf. Tee in der Kanne, kurz noch für einen Becher entscheiden und nun sitze ich hier. Eigentlich am Küchentisch, gerade aber am Schreibtisch, um eben zu schreiben, gleich wieder am Küchentisch, um zu essen und Tee zu trinken und um vielleicht mal das hohe Energielevel runter zu schrauben, was ich habe.
Drogen? Nein, nehme ich nicht, hab ich nie genommen und gehört zu den Erfahrungen, die ich nicht sammeln möchte. Einfach Energie, die aus mir heraus sprudeln zu scheint, die durch alle Blutgefäße läuft und meine sämtlichen Körperteile ansteckt. Meine Füße, die Bewegungsdrang haben, meine Arme und Finger, die so schnell und korrekt tippen gerade, meine Beine und Hüften, die zu einem Lied im Kopf sich bewegen und schließlich und letztendlich mein Kopf. Wirbelgedanken, die so fix zwischen all den festgefahrenen Gedankenautobahnen hin und her flitzen und zucken, dass ich gar nicht mehr hinterher komme, voller Ideen und dem Tatendrang, das alles _sofort und möglichst auf der Stelle umzusetzen.
Wer das nun liest und denkt- oha, wie verrückt ich sei, dem stimme ich gerne zu. Gerade bin ich verrückt, energieverrückt, kopfverrückt, aber mit blendender Laune.
Ich fasse es selber kaum.

Mittwoch, 29. Mai 2013

Les rêves d'hiver

Nachdem ich gestern einen Post voll mit Sonne und tollem Wetter angefangen, aber nicht abgeschickt hab- ist er nun gelöscht.
Was für Sonne?
Vielleicht liegt es auch daran, dass es sich so sehr nach Herbst anfühlt. Sweatshirtjacke im Haus und Winterjacke größtenteils draußen. Dicke Socken und warmer, wohliger Tee. Die Heizung ist aus und meine Bettdecke hat die Sommer- statt das Winterbett bezogen. Das war's aber auch schon an Unterschieden.
Zu solchen Jahreszeiten passen Gewürzkekse und Zimtsterne, Hörbücher, Tee und stillere Musik, sowie Wärme, Wärme gegen all das Kalte, was draußen ist und das Chaos im Kopf. Benebelnde, stille Wärme.
Lachende Wärme gestern spontan bei eben jenem Zimtsternbacken, wobei wir die Form "Stern" zu Häufchen umgewandelt haben. Das ist dann nur etwa die Hälfte des Matschig-Klebrigkeit-Grades beim Teig. Dazu eine gute Dosis "Fireboy und Watergirl im x.ten Tempel" und die teils schrägen Lieder des ESC.
Wohltuende Wärme, wenn ich an die Woche Urlaub zurück denke. Aber auch, wenn sich das Herz mit Freude füllt über paar Gespräche und Gedankenaustauschen, über Lachern und vergebliche Versuche, im Pflanzenbestimmungsbuch den richtigen Klee zwischen all den ganzen anderen Kräutern zu finden.
Wirbelnde und musikalische Freude-Wärme beim Tanzen morgen und Donnerstag. Tanzen, wie sehr es gefehlt hat und selbst wenn es immer und immer noch Ein- und Umgewöhnung mit einem neuen Tanzpartner pur ist, ist es die Abfolge, die Füße wieder zu Musik zu bewegen. Je nach Tanz die spezielle Haltung oder der eingeübte Hüftschwung, um die Samba auch wie eine aussehen zu lassen.
Zu solchen Jahreszeiten passen immer noch meine Fotokleber und die nach wie vor vielen Fotos zum Einkleben, festhalten, Gedanken notieren, rückblicken. Zu solchen Jahreszeiten passt aber auch Zeit, Zeit, an der es immer und immer zu mangeln scheint.

In der Hektik und dem Druck- der Abschluss muss dann und dann geschafft werden, je früher und damit unentwickelter, umso besser. Die meisten der Abgänger dieses Jahr legen wahrscheinlich wie die vergangenen Jahre, ein FSJ / FÖJ Jahr, ein Jahr ganz ohne, ein Jahr voller Reisen oder haufenweise Praktika, ein work-and-travel-Jahr oder beginnen auf Verdacht etwas, nur um irgendwas zu machen. Schulpolitik lebe hoch. Welches Kind geht noch in der Grundschule wirklich gerne hin, besonders im 4. Schuljahr und welches hat danach noch richtig Freude daran?
Glauben wir Lehramtsstudenten wirklich alle so naiv, dass wir daran was ändern können? Welch Irrtum uns doch oft begleitet, während wir didaktischen Werken lauschen, Vorträge planen und neue Wege des Lernens kennen lernen. Im Lokalen bewirken wir vielleicht ein Wechsel, doch nur wenige wirken auf den großen Spielplatz Politik ein. Wie gut, dass sich im Herbst wieder alles ändert, die Menschen zu Beginn danach so glücklich mit ihrer neuen Regierung und schon bald wieder unzufrieden und meckernd sind. Tritt jemand daneben, wird er gelyncht; wie die Minister und Einzelpersonen auch heißen mögen. Ein Fehler und sofort heißt es- verschwinde, geh nachsitzen oder es gibt den sofortigen Verweis. Wie allmächtig wir, das Volk, uns dann in unserer parlamentarischen Demokratie aufführen, ist unglaublich. Lernen wir in der Schule nicht alle, dass Fehler dazu da sind, um gemacht zu werden; dazu, um daraus zu lernen und daran zu arbeiten? Umgang mit Vielfalt, Verantwortung und Leistung. Zeit für all dieses finden und nehmen.
Der Traum, jedes Lehramtsstudenten mit Leidenschaft für sein Studium- ich träume auch weiter naiv oder real angebunden, ein Fortschritt im Kleinen ist schließlich besser als überhaupt keiner.

Samstag, 25. Mai 2013

Wortvoller

Viel viel mehr Worte. Warnung- durcheinander und wie eh und je unsortiert.

Der Urlaub? Toll, unheimlich gut; komplettes Ausschalten von Uni, Stress und Hektik. Von Elterngedanken und dem ganzen Rest. Nordsee, Watt, Wind (leider keine Sonne so richtig). Schokolade in Thermogläsern trinken, Nähe haben, einen «Monsterhund» kennenlernen.

Wieder hier, meine Kleinen sind wieder bei mir, Leben in der Bude- morgens um 7 spätestens die quietschende Forderung, dass ich nun aufstehen und ihnen Frühstück bereiten soll. Meine Fellnasen :)

Gestern habe ich nach über einem halben Jahr Lou. die Bilder geschickt von letztem Herbst und in der Stadt knapp 200 Fotos richtig ausgedruckt für ein Fotoalbum. Wozu? Ordnen, ablegen, schönes aufgreifen und erinnern. Letztes Jahr zu dieser Zeit wartete meine Schwester noch auf Abiergebnisse und Lou. auch, davor im März sind wir mit der größeren Gruppe in London gewesen, das Jahr der Olympischen Spiele und die Vorbereitungen der Stadt liefen bereits auf Hochtouren. Im Herbst war dort Rügen, wie das Jahr zuvor im Dezember das große Plätzchenbacken.
Das Kennenlernen direkt mit dem tollsten Mädchen, was es nur gibt.

Meine Fotokleber sind aus, gleich gehe ich einkaufen- parallel die ganze Wäsche waschen, später die Wohnung etc. Zeit, die Zeit zu lesen, Tribute von Panem (bzw. die tolle Stimme von Maria Koschny) hören, überlegen, was man seinen Eltern zum Geburtstag schenken soll.
Noch ist «Volksfest» in der Nähe, dementsprechend heute Nachmittag dahin und heute Abend das große Spiel im Fußball- richtig interessieren, nein. Aber schauen werden wir das vielleicht trotzdem. Über den Flurfunk kriegen wir eh alles mit, besonders falls es zu einer Niederlage der Bayern kommen sollte. Aber für sowas gibt es Ohropax und Musik, lesende Stimmen und spannende Geschichten auf den Ohren.

Die Welt ist übrigens grün. Wahnsinnig grün (Blick in den Garten geworfen)- das Gras sprießt, meine Kleinen erfreut es.
_Mich erfreut das, beim Autofahren die vollen grünen Wälder zu sehen, beim in die Stadt laufen, den Park und die Bäume hoch oben zu sehen. Die Erde ist einfach ein beeindruckender Planet und Natur wirklich faszinierend und angenehm. Es ist das Ruhige, was ich Jahr für Jahr durch den Meerurlaub und das Spazieren in Wäldern versuche anzuhäufen in mir. Das, was mir in genau den Betrachtungsmomenten ein meist glückliches Lächeln auf die Lippen legt. Von mir aus müsste ich gar nicht die ganzen Pflanzen bestimmen können, solange ich mich in der Gegenwart von soviel grün und Ruhe aufgehoben fühle.

Okay, zurück zum Alltag- jetzt die Wäsche und das Einkaufen. Später vielleicht noch die Kinokarte für morgen besorgen.
Eigentlich ist das alles gar nicht so schlecht, das komische Ding, was sich Leben nennt.

Sonntag, 12. Mai 2013

wortleer

Hörst du den Wind
Spürst du das Meer in dir
trag' uns einmal noch

(Eisblume - Hoffnung)


Krass wie sehr die Worte fehlen. Unheimlich. Unglaublich.


Wunderschöne Augen glänzen nicht mehr
Wunderschöne Augen sind traurig und leer

Es ist dein Spiegelbild, das lügt.

(Lafee - Du bist schön)


Es ist lange nichts gekommen, nächste Woche ist Meer. Meer, Meer. Mehr nicht. Nur das. Vielleicht danach wieder. Ich weiß es nicht.


Ein Herzschlag, den keiner fühlt

(Tokio Hotel - Zoom)