Ich finde es schwer, Blog zu schreiben, wenn ich nur zwischen menschlich-normalen-Alltagsgeschehen dümpel.
Meine Eltern waren auf Kreuzfahrt, ein wenig habe ich sie darum beneidet, dennoch habe ich gleichzeitig die Chance genutzt, heim zu fahren. Zwei Freundinnen besuchen, treffen, in die Disco (ja Disco sag ich lieber als "Club") zu gehen.
Meine Uni plätschert vor sich hin, Klausuren rücken näher, Professoren meinen, dass sie bestimmte Sachen wieder zum Besten geben müssen und man wünscht sich eigentlich nur eins. Raus aus der Mühle, Uni hinter sich lassen, Lehrerin werden. In die nächste Mühle kommen, treten und laufen, ja nicht stolpern. Aber Uni ist ausgelutscht. Wissen anhäufen, was Schüler niemals lernen werden, was einen selber nicht interessiert oder tatsächlich mitreißt und man dennoch weiß- man wird es vielleicht wieder vergessen, weil man es kaum wem groß beibringt. Semester über Semester beenden, Klausuren hier und da mal mitschleppen, mal aufarbeiten.
Ich esse, ich schneide nicht, ich lache, fühle, schlafe, lese, tanze, bastel am Käfig für meine Meerschweinchen, höre Musik, lerne, gehe raus, bin da.
Vielleicht ist -bin da- eben jener Zustand, der bewirkt, dass ich einfach mal nur teilnehme am Leben.
Montag, 2. Juni 2014
Mittwoch, 14. Mai 2014
Es ist Mai
Stimmt, es ist Mai.
(Nachtrag für abendliche / nächtliche Gedanken - Montag)
Es ist nachts. Gestern war wieder einer der tollen Tage. Muttertag.
Mir fehlt meine Mutter. Mir fehlt vor allem aber eine Mutter.
Zum Weinen, zum Umarmen, zum An-sie-lehnen und wissen. Bescheid wissen und aktiv nicht viel tun- hin und her wiegen vielleicht. Mir ein Taschentuch geben, wenn ich weinen mag. Ein Lächeln.
Damit ich weiß, dass zwar jeder einem etwas antun kann und selbst wenn man es nicht stoppen kann, kann man überleben (nach «Georgias Gesetz»).
Meine frühere Lehrerin ist nicht meine Mutter. Ich habe nicht das Recht, mir zu wünschen, sie wäre es. Sie ist es nicht.
Ich kann nicht zu ihr gehen, ihr von Kindheit, aktuellem erzählen. Ich kann nicht, weil ich nicht darf und weil ich nicht fordern kann, dass sie es wissen möchte. Aber vor allem kann ich nicht, weil ich sie nicht überfordern, eine zusätzliche Last auflegen, will.
Eine Mutterrolle aufzwingen, das kann man nicht. Ich könnte es auch nicht.
Mir fehlt eine Mutter, aber groß bin ich schon. Ich sollte es ohne schaffen, sondern wie meine Freundin selber beigetragen hat- mir selber eine Mutter sein, innerlich groß für die verletzte Kleine.
Vielleicht verzeihe ich meiner Mutter, meiner richtigen Mutter, irgendwann. «Zu verzeihen, heißt, vorwärts gehen» (aus «Georgias Gesetz»).
----------------------------------------------------------
Den Berg hinauf
Breite die Flügel aus
Lauf los
Die Füße vom Boden lösen
Vorsichtig gleiten
Tragen lassen
Die Vögel im Herzen
Der Wind im Gesicht
Die Sonnenwärme in dir
-> David Keller - Freiflug
(Nachtrag für abendliche / nächtliche Gedanken - Montag)
Es ist nachts. Gestern war wieder einer der tollen Tage. Muttertag.
Mir fehlt meine Mutter. Mir fehlt vor allem aber eine Mutter.
Zum Weinen, zum Umarmen, zum An-sie-lehnen und wissen. Bescheid wissen und aktiv nicht viel tun- hin und her wiegen vielleicht. Mir ein Taschentuch geben, wenn ich weinen mag. Ein Lächeln.
Damit ich weiß, dass zwar jeder einem etwas antun kann und selbst wenn man es nicht stoppen kann, kann man überleben (nach «Georgias Gesetz»).
Meine frühere Lehrerin ist nicht meine Mutter. Ich habe nicht das Recht, mir zu wünschen, sie wäre es. Sie ist es nicht.
Ich kann nicht zu ihr gehen, ihr von Kindheit, aktuellem erzählen. Ich kann nicht, weil ich nicht darf und weil ich nicht fordern kann, dass sie es wissen möchte. Aber vor allem kann ich nicht, weil ich sie nicht überfordern, eine zusätzliche Last auflegen, will.
Eine Mutterrolle aufzwingen, das kann man nicht. Ich könnte es auch nicht.
Mir fehlt eine Mutter, aber groß bin ich schon. Ich sollte es ohne schaffen, sondern wie meine Freundin selber beigetragen hat- mir selber eine Mutter sein, innerlich groß für die verletzte Kleine.
Vielleicht verzeihe ich meiner Mutter, meiner richtigen Mutter, irgendwann. «Zu verzeihen, heißt, vorwärts gehen» (aus «Georgias Gesetz»).
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Den Berg hinauf
Breite die Flügel aus
Lauf los
Die Füße vom Boden lösen
Vorsichtig gleiten
Tragen lassen
Die Vögel im Herzen
Der Wind im Gesicht
Die Sonnenwärme in dir
-> David Keller - Freiflug
Sonntag, 23. März 2014
Ludovico ♥ 2.0
Ludovico- sehr berührend, sehr bewegend.
Sehr weit vorne saß ich und hatte damit einen einwandfreien Blick auf die Bühne. Akustisch war der ganze Abend ein Traum, auch ein unglaublicher Konzertflügel hat zu einer klanglichen Spitzenleistung beigetragen.
Ludovico, ein Mensch der wenigen Worte. Er spielte zunächst sieben Stücke, bevor er das erste und einzige Mal das Wort an die Zuhörer richtet. Fließt bei seinen Stücken wechselweise fast vom Klavierhocker, lächelt vor sich hin und schließt die Augen oder verfolgt mit den Blick fast seine Finger bei dem Spiel über die Tasten.
So viele Lieder habe ich wieder erkannt, durfte selber mit gehen auf Reise in die Töne und Melodien.
Im Kopf an bestimmten Lieblingsorten verweilen, sitzen und die Musik nah in der Ohrmuschel haben, die genau das unterstreicht, was man denkt und vor den geschlossenen Augen selber für sich sieht.
Der Abschluss vor den zwei Zugaben mit einem meiner absoluten Lieblinge von seinen so etlichen Kompositionen.
Sehr eindringlich, sehr beeindruckend der ganze Abend.
Gespielt hat er unter anderem- I gorni, fly, una mattina, walk, divenire, nightbook, tu sei, Berlin song und vielleicht sogar discovery at night.
Standing ovations- aber welche, die von Herzen verdient waren.
Sehr weit vorne saß ich und hatte damit einen einwandfreien Blick auf die Bühne. Akustisch war der ganze Abend ein Traum, auch ein unglaublicher Konzertflügel hat zu einer klanglichen Spitzenleistung beigetragen.
Ludovico, ein Mensch der wenigen Worte. Er spielte zunächst sieben Stücke, bevor er das erste und einzige Mal das Wort an die Zuhörer richtet. Fließt bei seinen Stücken wechselweise fast vom Klavierhocker, lächelt vor sich hin und schließt die Augen oder verfolgt mit den Blick fast seine Finger bei dem Spiel über die Tasten.
So viele Lieder habe ich wieder erkannt, durfte selber mit gehen auf Reise in die Töne und Melodien.
Im Kopf an bestimmten Lieblingsorten verweilen, sitzen und die Musik nah in der Ohrmuschel haben, die genau das unterstreicht, was man denkt und vor den geschlossenen Augen selber für sich sieht.
Der Abschluss vor den zwei Zugaben mit einem meiner absoluten Lieblinge von seinen so etlichen Kompositionen.
Sehr eindringlich, sehr beeindruckend der ganze Abend.
Gespielt hat er unter anderem- I gorni, fly, una mattina, walk, divenire, nightbook, tu sei, Berlin song und vielleicht sogar discovery at night.
Standing ovations- aber welche, die von Herzen verdient waren.
Samstag, 22. März 2014
Ludovico ♥
Stress und Genetik und Stress. Ich hasse Genetik, hab ich das erwähnt? Nein- also ich mag das nicht. So lernen und so. Das ist sooo viel und wenn es mich interessiert, wer wann welche Specialdna/Zentromere oder Basensequenzierung entdeckt hat, dann schlage ich das nach und lerne es nicht auswendig.
Wenn man praktisch mit Genetik arbeitet bzw. im Bereich Genetik arbeitet, stelle ich mir das schon spannender vor. Wobei die Tiere (hauptsächlich Fische und Insektengemüse, die der Lehrstuhl bei uns hält) mir wahrscheinlich dann auch wiederum leid tun würden. Man spritzt oder entnimmt ihnen etwas, testet mutierte Phagen oder anderes an ihnen... Die Armen!!!
Aber lieber was nettes:
Heute Abend werde ich Ludovico Einaudi ♥ hören. LIVE.
Ich freue mich wie wahnsinnig darauf, 6. Reihe. Klaviermusik und Melodien der ganz großen Sorte.
Emtionen, die durch die Luft schweben werden.
Das typische Frauenproblem stresst auch wieder- was ziehe ich für das Konzert an??
Wenn man praktisch mit Genetik arbeitet bzw. im Bereich Genetik arbeitet, stelle ich mir das schon spannender vor. Wobei die Tiere (hauptsächlich Fische und Insektengemüse, die der Lehrstuhl bei uns hält) mir wahrscheinlich dann auch wiederum leid tun würden. Man spritzt oder entnimmt ihnen etwas, testet mutierte Phagen oder anderes an ihnen... Die Armen!!!
Aber lieber was nettes:
Heute Abend werde ich Ludovico Einaudi ♥ hören. LIVE.
Ich freue mich wie wahnsinnig darauf, 6. Reihe. Klaviermusik und Melodien der ganz großen Sorte.
Emtionen, die durch die Luft schweben werden.
Das typische Frauenproblem stresst auch wieder- was ziehe ich für das Konzert an??
Freitag, 21. März 2014
Abschaffen
Panikattackengedöns.
Ich mag nicht.
Ich mag einfach nicht. Und genau das will ich sagen, wenn sich eine anschleicht hinter der Tür, dem Baum oder sonst wo versteckt, nah genug an mir dran und dann leider oft den Fehler macht, auf knackende Zweige und ähnliche Geräuschquellen zu treten: HAA, ich hab dich gesehen, PA. Du überraschst mich nicht. Denn ich will dich nicht. Also, los geh weg.
Tut sie nur nicht immer. Leider lässt die nicht so richtig gerne mit sich reden. Dann weiß ich zwar, jaaa sie ist daaaa. Jaaaa, sie wird kommen, aber so wirklich "unter Kontrolle" haben... puuuh, das ist schwer und Arbeit und anstrengend und manchmal hoffnungslos.
Dann legt sie los- Bähm, Tschang, Duff, da bin ich.
Ich bin begeistert. Total -.- Jedes Mal.
Könnt ihr das dann nicht abschaffen? Menschliche Psyche ein wenig aufs Eis legen? Liebe Evolutionsforscher, Neuro- und Nervenärzte, Psychomenschen und Wahrsagepeople. Bitte sucht nach einer Möglichkeit, PAs und den lästigen Kram abzuschaffen. Zumindest für solche Momente.
Ich setze auch eine Gewinnsumme für den Sieg aus.
(Preisgeld gezahlt in großen und kleinen Problemen. Nach Siegerehrung bei mir in Empfang nehmen. Danke.)
Ich mag nicht.
Ich mag einfach nicht. Und genau das will ich sagen, wenn sich eine anschleicht hinter der Tür, dem Baum oder sonst wo versteckt, nah genug an mir dran und dann leider oft den Fehler macht, auf knackende Zweige und ähnliche Geräuschquellen zu treten: HAA, ich hab dich gesehen, PA. Du überraschst mich nicht. Denn ich will dich nicht. Also, los geh weg.
Tut sie nur nicht immer. Leider lässt die nicht so richtig gerne mit sich reden. Dann weiß ich zwar, jaaa sie ist daaaa. Jaaaa, sie wird kommen, aber so wirklich "unter Kontrolle" haben... puuuh, das ist schwer und Arbeit und anstrengend und manchmal hoffnungslos.
Dann legt sie los- Bähm, Tschang, Duff, da bin ich.
Ich bin begeistert. Total -.- Jedes Mal.
Könnt ihr das dann nicht abschaffen? Menschliche Psyche ein wenig aufs Eis legen? Liebe Evolutionsforscher, Neuro- und Nervenärzte, Psychomenschen und Wahrsagepeople. Bitte sucht nach einer Möglichkeit, PAs und den lästigen Kram abzuschaffen. Zumindest für solche Momente.
Ich setze auch eine Gewinnsumme für den Sieg aus.
(Preisgeld gezahlt in großen und kleinen Problemen. Nach Siegerehrung bei mir in Empfang nehmen. Danke.)