Happiness does not wait

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Samstag, 5. Mai 2012

Regen

Wenn es regnet, ziehen wir weiter. Und wir laufen dem Licht entgegen.

Freitag, 4. Mai 2012

titellos

Wo ist nur der Mensch, der gerade mich auffangen kann, der mich wiegen kann, wie ein Kind, der mich umarmt, der hält und Tränen wahrnimmt, der mir den Rücken streicht und die Haare entwirrt, der mir ein Taschentuch geben kann und mich festhalten kann. Festhalten und zuhören, was ich sage, was meine Tränen und mein Druck erzählen. Warum ist hier keiner,  der mir jetzt hilft.
Warum kann ich nicht zur Beratungsfrau, die so anders ist. Die mich vielleicht noch auffangen könnte.

Wenn es Gott gibt, hat er mich in solchen Momenten nicht lieb.

Dieser elendige Seelenschmerz, gäbe es ein dummes Wort, was gerade das beschreibt, was ich fühle, was mich zittern und weinen, festklammern, selbstumarmen, verzweifeln lässt, würde es hier stehen. Aber sowas gibt es nicht.

Hurts singt für mich. Ich glaube ihnen nicht, wundervolles Leben kann nciht so wehtun.

Dienstag, 1. Mai 2012

Inliner

Ich rolle. Laufe. Vom Hausflur bis zum Teich an der Uni. Noch spüre ich meine Beine und die drückende Jeans unter den Schnallen. Ab dem See ist alles weg. Schneller, schneller.
Die Leute ignorieren. Die ganzen dummen Typen, dieser ekelige Sabberblick, wenn die besoffen sind. Sabbern allen weiblichen Wesen hinterher. So widerlich. Gemustert wie ein Stück Frischfleisch.
Dann kommt die Straße. Immer weiter. Die Schrebergärten. Die Firma. Das Industriegebiet. Aldi. Real.
Die Randbezirke der Stadt. Da ist Luft. Da ist Raum.
Da muss ich raus.
Rechts läuft die Straße immer noch.
Hier und da torkelt einer. Überall liegt was auf dem Weg. Die Rollen blockieren immer wieder.

Jetzt kommt der Fluss und das Schutzgebiet.
Die Bäume.
Das Wasser.
Die Wiesen.
Und endlich der Landgeruch.
Der weite Blick.
Da ist der Hochsitz und dieser unförmige Betonklotz kniehoch.
Mir ist kalt. Der Pulli ist viel zu dünn. Trotzdem sitze ich hier und schreibe. Und denke. Und atme.

Es ist zu dicht. Die Straße höre ich immer noch im Rücken.
Wie lange war ich unterwegs? Viertelstunde? Halbe? Oder länger?
Ich fahre und fahre. Und trotzdem wird es nie reichen.
Bis ans Ende dieser Welt.

Sonntag, 29. April 2012

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Meine Meerschies fressen gerade, weil Raubtierfütterung war- ich war bisschen spät dran. Aber es ist schön, ihnen zu zu sehen. Sie sind einfacher glücklich zu machen. Sie geben immer wieder, belohnen einem mit Aufmerksamkeit, mit Zutraulichkeit, mit einem Quietschen, wenn man sie streichelt oder in die Tür kommt. Die beiden sind toll.

 Das Wetter draußen ist der Hammer und ich sitze hier und heule. Optimaler Morgen -.-
 Gerade ist hier nur Selbsthass und Verzweifelung. Mein armer Kopf denkt schon wieder jeden Müll.
Ich weiß doch bitte, was gestern passiert ist und was nicht. Diese Scheiß-Nähe macht mich fertig. Diese 24 Stunden immer diese schreckliche Nähe. Unerträglich dieses ganze Konstrukt. Ich will auch alleine in die Stadt gehen, alleine lesen, alleine etwas für die Uni arbeiten. Ich will nicht immer Gesellschaft. Ich will alleine frühstücken, nein, eigentlich will ich gerade gar nicht frühstücken. Ich will duschen und weinen und allein sein. Und nicht denken. Schneiden und weinen und lange bequeme Klamotten tragen, die mich verschlucken. Weinen und nicht denken. Schneiden.
 Die Arme einer Freundin wären schön.

 Erstmal duschen.

Samstag, 21. April 2012

Leben oder so

Ja.. ich könnte, sollte, müsste mal was schreiben. Naja, es ist nachts, Kopf ist voll, Ablenkung bringt nichts und Tabletten liegen am falschen Ort.

Jgi. füttert meine Kleinen heute und morgen. Ich bin in den Norden gefahren, Schwesterherz. Sooft werde ich nicht vorbei schauen, nicht mal den Abiball kann ich sehen von ihr, das ist schon wirklich traurig. Umso mehr hat es mein Herz berührt, als sie plötzlich geweint hat heute und sie sich so gefreut hat und erinnert an alles in ihrem Leben.

Hier wird heute um 8 Uhr Abi geschrieben. Sie haben alle alle Angst und sind nervös. Ich war keinenfalls anders. Diese extreme Prüfungspanik. Schrecklich. Aber hey, ich habe das überlebt. ICH- dann überleben diese Herzenmenschen das auch. Und zwar werden sie das gut machen, denn es ist ein Unterschied, ob man da mit der Einstellung "Hauptsache durch" oder mit der Einstellung "Ich will das Abi so gut wie nur möglich machen" rangeht. Bei mir war es durchkommen, dabei heile bleiben. Für eine mir sehr sehr ans Herz gewachsene Person ist es heute auch durchkommen. Heile bleiben. Ohne Druck darein gehen und mit dem ganzen Kopf wieder rauskommen. Ich weiß, dass du mit liest hier oder es zumindest mal getan hast und du weißt, dass ich da bin.

Mein Kopf ist verdammt voll. Im Süden klammere ich plötzlich so. Gar nicht so meins. Ich weiß, wie anstrengend und wie ätzend das sein kann, wenn jemand so klammert, wie ich es tue gerade. Die Jungs waren spitze gestern, ich muss mich dringend mal bei ihnen bedanken. Sie sind einfach klasse, ohne die Hilfe hätte ich niemals alles gestern auf Reihe bekommen. Trödelina ich- und nun hab ich wieder den Faden verloren. Ja, Kopf ist voll. Schrecklich voll und voller Ängste schon wieder. Meist lässt sich das gut zurückdrängen und dann kommt es so plötzlich. So krass und deutlich. So überfordernd. Es ist krank, so zu denken, sich das vorzustellen, was ich mir so oft ganz plötzlich vorstelle. Ich will nicht fallen, ich will fliegen, verdammt. Von einem Hochhaus zu springen, mag mir vielleicht der Moment in der Luft endlich mal die Schwere nehmen. Und dann wäre es trotzdem vorbei. Ich habe ein Leben und kann mir das tausend mal sagen. Dieses Leben und mit diesen ganzen kostbaren Menschen. Ich sehe es so oft nur gerade einfach nicht. Dieses Leben.