Happiness does not wait

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Samstag, 10. September 2011

Von Superhelden und anderen Geschöpfen

Man kann mich krank nennen oder verrückt oder einfach kindisch. Total egal.
Ich bin ein bisschen krank und sicherlich auch verrückt, aber hundertprozentig bin ich kindisch. Und es macht mir nichts aus, im Gegenteil- ich liebe es.
Kinderfilme, Zeichentrickstreifen, Asterix und Obelix Comics, Donald Duck und Micky Maus im Lustigen Taschenbuch (LTB), Kindermusik oder Bibi Blocksberg Hörspielkassetten.
Es macht mir nichts aus, im Kino zu sitzen und mit Abstand die Älteste zu sein, ausgenommen die Eltern derer, die zu klein sind, den Film alleine zu sehen. Es ist mir gleich, dass meine Freunde lächeln, wenn ich anfange zu schluchzen, weil das Ende so schön ist und in Kinderfilmen gibt es fast immer ein Happy End. Es ist mir nicht peinlich, dass ich die LTBs noch immer im Abo laufen habe und jeden Monat ein neues bekomme. Ich freue mich, wenn man mir eine DVD mit einem Kinderfilm schenkt. Das finde ich wunderbar, auch wenn alle den Kopf schütteln. Ich spiele mit meiner Schwester super gerne Kinderspiele- in Memory bin ich unschlagbar und Clowns würfel' ich mit Vorliebe zusammen. Auch das Puzzle mit den vielleicht 100 Teilen, machbar in maximalst 20 Minuten- soll ich mich etwa schämen für das Kind sein?
Wozu? Ich bin so. In meiner Welt ist das nicht schlimm, Kind zu sein.

Heute beschert mir der Soundtrack der Vorstadtkrokodile große Freude. Ich finde den so toll.

Superhelden von Apollo 3

Ich glaub an dich!
Ich glaub an dich, glaub an dich, wie du an mich du weißt genau
ich lass dich nie im Stich nie!
Ich glaub an dich!
Als ich dich sah, da war mir klar, zusammen sind wir unschlagbar,
unschlagbar zu zweit zur jeder Zeit.
Hast keine Zeit mehr zu verliern!
Hast keine Zeit, keine Zeit mehr zu verlieren
Der Held in dir wird aktiviert!
(Die Helden), werden aktiviert!
Du hast, du hast, du hast das Zeug zum Superhelden!
Superhelden, Superhelden!
Du hast, du hast, du hast das Zeug zum Superhelden!
Superhelden, Superhelden!
Ich glaub an dich!
Ich glaub an dich, glaub an dich wie du an mich, du weißt genau,
ich lass dich nie im Stich, nie!
Ich glaub an dich!
Als ich dich sah, da war mir klar, zusammen sind wir unschlagbar,
unschlagbar zu zweit, zu jeder Zeit.
Hab keine Angst denn ich bin hier.
Hab keine Angst, keine Angst denn ich bin hier.
Die andern werden schnell kapiern, (die Helden), werden aktiviert!
Du hast, du hast, du hast das Zeug zum Superhelden,
Superhelden, Superhelden!
Du hast, du hast, du hast das Zeug zum Superhelden,
Superhelden, Superhelden!
Zusammen haben wir nichts zu verliern!
Zusammen haben wir nichts zu verliern!
Zusammen könn wir alles riskieren!
Zusammen könn wir alles, alles riskieren!
Du hast, du hast, du hast das Zeug zum Superhelden, Superhelden, Superhelden !


Der Song ist laut, fröhlich und Mut gebend. In ihm findet man Freundschaft und vorallem, dass jeder von uns groß sein kann. Ein Held. Kein Superheld, wie Phantomias alias Donald Duck, keiner, der Entenhausen oder die Welt rettet. Sondern einfach ein normaler Mensch. Normal, aber trotzdem für wen riesengroß und wunderbar. Ein Freund eben. Weil Freundschaft das beste ist auf dieser Welt.(Okay, ich lasse mich vielleicht noch überzeugen, dass Liebe eventuell ihr noch den Platz klauen kann, aber ich finde nicht, denn Liebe geht so schnell kaputt, während Freundschaft auch lange halten kann. Wirklich lange.)
Wie ein sehr schöner Spruch auch sagt (leider weiß ich nicht von wem):

Für die Welt bist du irgend jemand, doch für irgend jemand bist du die Welt!

Freitag, 9. September 2011

Everytime I try to fly - I fall

Everytime von Britney Spears 

Notice me
Take my hand
Why are we
Strangers when
Our love is strong
Why carry on without me?

Everytime I try to fly
I fall without my wings
I feel so small
I guess I need you baby
And everytime I see you in my dreams
I see your face, it's haunting me
I guess I need you baby

I make believe
That you are here
It's the only way
I see clear
What have I done
You seem to move on easy

And everytime I try to fly
I fall without my wings
I feel so small
I guess I need you baby
And everytime I see you in my dreams
I see your face, you're haunting me
I guess I need you baby

I may have made it rain
Please forgive me
My weakness caused you pain
And this song is my sorry

Ohhhh

At night I pray
That soon your face
Will fade away

And everytime I try to fly
I fall without my wings
I feel so small
I guess I need you baby
And everytime I see you in my dreams
I see your face, you're haunting me
I guess I need you baby



Wenn jetzt jemand denkt, dass das ja total der Mädchensong ist, weil es Britney Spears ist, dann ist mir das, ehrlich gesagt, scheiß egal. Weil ich das Lied wirklich mag und ich es meistens höre, wenn ich mich fühle- wie es mein Name sagt. 
Alleine. 
touseu (toujours seule)
alwalo (always alone) 

Es sind graue Tage, es ist September. Aber noch ist nicht der goldene Herbst, den ich so mag. Noch hängen die Kastanien an den Bäumen, ebenso wie die unglaublich grünen Blätter. Ich mag nicht weg von hier. Meine Freunde, meine Schwester, die Orte, an denen ich mich wohl fühle, meine Fische. Ich werde es alles so vermissen. Keine Ahnung, ob es die modernen Medien lindern können. Chat, Telefon, Skype. Ich bin eher der Typ, der dann sofort losweint, wenn man die Stimme oder das Gesicht von Menschen sieht, die man nicht mehr um sich herum hat. Wie meine Freundin, die nun in Lettland ist, um dort zu studieren. Ihr geht es gut, aber ihr fehlt eben doch das Kleinstadtleben, die Leute und vorallem ihre Familie, ihr Pferd. Wenigstens bleibe ich in Deutschland. Immerhin ein Trost- und 4 Autostunden ist immer noch besser als 6 oder so. In genau 4 Wochen ziehe ich um. 28 Tage und viel zu wenig Stunden mit Freunden. 

Donnerstag, 8. September 2011

Fühlen

Ich fühle mich nicht.

Wenn ich betrunken bin, also betrunken nicht besoffen, kribbeln bei mir die Füße und die Beine sind taub. Mir ist schwindelig, ich bin hibbelig, ich sehe nicht mehr alles klar. Aber mir ist nicht schlecht. Mir geht es gut. Und vorallem, ich rede bisschen mehr, aber ich kann sehr nüchtern tun. Mein Vater wollte neulich Nacht von mir wissen, ob ich überhaupt was getrunken hatte, dabei war ich wirklich gut dabei.
Ganz anders, wenn ich besoffen bin- dann kotze ich alles wieder aus, dann kann ich nicht mehr geradeaus gehen.

Ich hasse es, besoffen zu sein. Aber betrunken reicht auch schon. Ich fühle nichts. Es ist wie taub, wie fremd an meinem Körper. In der Disco trinke ich gerne und tanze dann, weil es taub ist. Ich fühle nichts mehr um mich rum, sondern tanze einfach zum Beat. Das geht. Was ich spüre, sind die Menschen. Der, der mit mir tanzt, den ich umarme, küsse. Meine Freundin, die mich mitnimmt auf die Toilette oder was neues zu trinken holen, vor die Fotobox oder raus Luft atmen.
Fasst man mich nicht an, fühle ich nichts.
Eigentlich kein schlechtes Gefühl. Fallen lassen. Nichts fühlen.

Gerade irgendwie schon. Wobei nein. Also, ich weiß nicht. Ich höre laut Musik, der Sound ist satt und klar, die Beats in der richtigen Stärke- gute Kopfhörer eben. Und die Musik füllt meinen Kopf.
Es kribbelt nicht so richtig etwas, aber ich fühle mich energiegeladen. Sonst nichts.
Und ich will etwas kaputt machen. Konkret mich. Ich will trinken, feiern- um zu vergessen.
Ich will ritzen. Eigentlich habe ich keine Lust zu skillen, ich will da nicht gegenarbeiten.
Egal, ich will einfach nur was fühlen. Fühlen.

Mittwoch, 7. September 2011

«Da fehlt ein Wort»

Wie ich diesen Satz liebe -.-
Egal, was ich nun auch schreibe- besonders bei sehr wichtigen Texten fehlen Wörter. Meine geliebten "Füllwörter" sind sehr variable und reichen vom unbedeutenden "Ich" über notwendige "nicht"s bis zu wichtigen Nomen. Gerade die Nomen und vorallem auch das "Nicht" rutschen mir viel zu oft durch die Tasten. Ich lese das, was ich schreibe durch, lese das nicht vorhandene Wort mit und los. Dass es nicht passt, merke ich immer viel zu spät. Besonders wenn das "Nicht" abhanden gekommen ist, ist meine ganze Bedeutung des Satzes futsch.
Deshalb entschuldige ich mir, wenn irgendwo Wörter fehlen. Für mich und mein inneres Auge existieren sie immer.

Nach der platten Erklärung meiner Unfähigkeit, ganze deutsche Sätze zu schreiben, mag ich es nochmal anders anschauen.

Mir fehlen oft Worte. Es gibt Tage, da ist der Kopf nunmal wortleer. Da sind die Gedanken nicht komplex, sondern man schaut stundenlang vor sich in, ohne zu begreifen, was man ansieht. Man hört Ewigkeiten immer und immer wieder dieselben Worte, gesungene Zeilen, ohne dass es einem klar wird, was sie bedeuten.
Zu bestimmten Situationen, fällt mir nichts ein. Ich nehme es hin und bin unfähig, etwas zu erwidern. Da fehlt ein Wort.
Vielleicht wünschen sich die Menschen in dem Moment ein Zeichen, ein klitzekleines Wort, dass man es annimmt, registriert hat. Und ich geben ihnen nichts. Still und stumm. Da fehlt ein Wort.
Und ich weiß nicht, welches.

Montag, 5. September 2011

Nicht denken, nicht schreien.

Es gibt Tage, an denen hängt alles. Der Körper, die Gedanken, die Bewegungen. Langsam und versteift. Eingefroren.
Bei Gefühlen bin ich heute auf Suche gegangen. Die Hausaufgabe für die Therapie- unangenehme Gefühle in der Situation, den Gedanken und den Gefühlen, sowie den neuen Gedanken und neuen Gefühlen aufzuschreiben. Etwas, was mir überhaupt nicht leicht fiel. Fühlen ist schon schwer, Gefühle bewerten in ihrer Stärke- für mich heute Höchstleistung. Ich kann keine Gefühle bewerten und schon gar nicht meine.
(04.09.11)

Habt ihr heute einen Laster auf den Straßen gesehen, wenn ja- so einer ist heute förmlich über mich rübergerollt und hat mich zusammengedrückt. Ein ganzer Kopf voller matschigen, komischen Gedanken. Überfordert nach jeder Stunde. Müde und ausgelaugt. Therapie ist anstrengend. Gefühle sind anstrengend. Gedanken sind anstrengend. Chaos ist anstrengend.
Ich liebe die Ordnung.

Juli mit Egal wohin (Ausschnitt)

es ist egal wohin ich will
ich möchte schreien und bleibe still
und das kann ich nicht ändern
es ist egal wohin ich will
ich möchte schreien und bleibe still
und das kann ich nicht ändern

ich wache auf, weil niemand redet
niemand hört zu, niemand ist da
und wenn ich könnte, würde ich leugnen
dass ich noch bin, wo ich schon war
und vielleicht geh ich nie
doch du kommst mit mir irgendwie


Niemand. Redet. Hört zu. Ist da.
Ich schreie nicht, sondern halte mal lieber die Luft an und lasse Gedankenpampe, Gedankenpampe sein. Schade, dass man so einiges nicht abstellen kann. «Man kann nicht nicht denken.» Philosophie, 6. Klasse. Welch Erkenntnis- aber ich würde lieber nicht denken müssen.