Happiness does not wait

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Donnerstag, 12. April 2012

Neues.

Viel viel Neues.

3.) Es ist ein neues Semester, mit der Abgabe der Bestätigung des Praktikums letzten Semester ist das 1. endgültig abgeschlossen. Also nun die Mission: 2. Semester. Es wird wieder Stress, aber naja, was wäre Leben ohne Stress? Außerdem freue ich mich noch sehr einfach wieder auf Beschäftigung und mir macht das eben doch Spaß. Nur in den Vorlesungen zu hängen ist nichts für mich, aber der hohe Praxis-Anteil ist toll.

2.) In meiner Wohnung ist das Regal neu, was wir heute erstanden haben. Es ist einfach das Gefühl, das Zuhause immer mehr zuhausiger zu machen. Es tut gut.

1.) Den ersten Platz teilen sich zwei neue "Umstände" in meinem Leben. Zum einen habe ich endlich die zwei Meerlis bei mir. Diese zwei kleinen Angstbüchsen, die noch nur im Haus sitzen und ganz vorsichtig ihre kleine Nase zum Fenster rausstrecken, die noch die unbekannten Geräusche alle anknurren, jeder, der am Käfig vorbei geht. Die beiden, die noch keinen Ton von sich geben, wenn man sie auf dem Arm hält und streichelt und auch stumm sind, wenn sie das T-Shirt von Kla.s anfeuchten. :D Sie sind einfach schnuckig!
Zum anderen haben wir das so halb geklärt, Jgi. und ich. Versuchen kann man es und es fühlt sich auch richtig an. Kla.s müssen wir das noch beibringen, auch wenn es nicht meine Aufgabe ist, hoffe ich ganz ganz dolle, dass er das gut aufnimmt und sich damit abfinden kann. Es wäre so wichtig und so gut, wenn er's kann und sich an der Freundschaft nichts ändert.

Viel Neues und bisher sehe ich fast nur Gutes dabei.
Es ist ein schöner Zustand, es macht leichter und beruhigender.

Montag, 9. April 2012

Da

Da. Wieder im Süden. Nach einer elendig langen Autofahrt mit hundert kleinen Staus und einigen größeren. Ich dachte, ich komme gar nicht mehr an.

Es hat mir nach London einfach den Boden unter den Füßen weggezogen und ich wusste nicht wohin. Ostern hat es dann endlich wieder gerettet und ins Positive etwas drehen können.
Dann hier anzukommen, willkommen zu sein, die _eigenen 4 Wände wieder um sich zu haben. Stille. Lärm. So wie ich es will. Meine arme Nachbarin. :D
Ich muss so dringend wieder in diese Stadt und durch den Park laufen, in der Bibliothek rumsitzen, durch die Gassen spazieren. Verdammt, fehlt mir das hier alles.
Jgi. kommt morgen wieder, dann ist wieder alles im Grünen, alle 3 da. Mittwoch die Meerlis. Ich freue mich so.

Nun Bett, Tee, Wärmflasche. Wärme. Kaschieren des hässlichen Einsamkeitsgefühl.

Ich bin da. Zuhause. Hier.

Mittwoch, 4. April 2012

Ans Meer - Silbermond

Ich weiß nicht wo mir der Kopf steht
Ich kann kein Land mehr sehn
Die Augen zu lange offen
Zu wenig Schlaf, zuviel Kaffee
In meinem kleinen Chaos
find ich mich selbst nicht mehr
lauf auf Roboterbeinen
den Problemen hinterher.

Wenn alles zuviel wird
bring mich dort hin
dreh meine müden Segel in den Wind
füll meinen Atem
feder mein Herz
bring mich zurück
bring mich ans Meer.

Ich kann schon wieder nicht schlafen
ich krieg den Kopf nich aus
Gedanken im Dauerlauf
find den Weg nicht raus
und heut' bin ich aufgewacht
hab die Sonne im Gesicht
und sie zieht und zieht das Chaos raus
und nimmt mich aus der Pflicht.

Wenn alles zuviel wird
bring mich hier hin
dreh meine müden Segel in den Wind
füll meinen Atem
feder mein Herz
bring mich zurück
bring mich ans Meer.

Mit jedem Schritt hier raus komm ich
bestimmt zurück zu mir
und mit jedem Salzkristall der fällt
fällt ein großer Stein von mir.
Wenn alles zuviel wird
bring mich hier hin
dreh meine müden Segel wieder in den Wind
füll meinen Atem
feder mein Herz
bring mich zurück
bring mich ans Meer.



Leben ist schon echt scheiße kompliziert.

Montag, 2. April 2012

Waagenangst

Ja, da ist sie wieder. Diese nette nette Waage.
London war okay oder so einigermaßen mit dem Essen und hier stehe ich vor der Waage und betrachte sie so lange, bis ich doch mich draufstelle. Und Angst vor dem Ergebnis habe und genau das Ergebnis doch brauche. So dringend.

Und ich verzweifle davor und danach und zerbreche mir den Kopf und alles ist voll mit Kalorienangaben. Kein Bissen geht ohne, dass ich anfange zu rechnen, wie viel ich schon habe und was ich noch maximal darf. Es gibt vieles sinnlose, was man sich merken kann und es gibt einen Speicher für all diese Angaben, selbst wenn ich dachte, ich habe ein paar vergessen, sind sie alle noch da. Und wenn nicht mehr auf die letzte Stelle mehr genau, dann schätzungsweise. Die Angaben auf den Packungen etc machen es nur noch leichter. Über den Dreisatz kann man jede Kcal berechnen, selbst für den noch so kleinen Bissen Brot.
Der Spiegel macht einen nicht mal im Ansatz glücklich. Darein zu schauen macht Angst. Nichts anderes als Angst und Verzweiflung.

Nächste Woche werden wir zu IKEA fahren und Stühle und einen Schrank für die Sachen der kleinen Meerlis kaufen. Ich will eine Waage. Ich brauche eine Waage. Ich muss eine kaufen. Bestimmt muss ich das. Wie soll ich sonst die Angst wegmachen?

Und wo gehör ich hin?

Ja, ich bin aus London wieder da.
Flug super, Hotel naja okay, die Tage gut, das Wetter super, die Laune schwankend.
Irgendwann ging mir das eine Mädel nur noch auf die Nerven. Die Gruppe an sich hat aber wirklich gut funktioniert. Zusammenraufen, reden, quatschen, lachen, kleine Querelen, einkaufen, Abendbrot essen, Tage besprechen. London war _gut. Wirklich.
Ich bin geflogen, zweimal. Leider jedes Mal müde wie sonst was. Trotzdem ist Fliegen der Hammer. Weil es so frei macht und mir die Schwere nimmt für den Start- und Landemoment.
Als wir in Köln gelandet sind, war es Deutschland. Zuhause. Irgendwie. Die Fahrt ging sehr schnell dann. Den Haustürschlüssel habe ich nicht mitgenommen gehabt, sodass ich nicht nach Hause konnte. Nicht direkt, also mit zu Le.li und ihre Eltern- Fragen, neugierig, verdammt sie haben sich interessiert, haben zugehört, nach gefragt, kommentiert. Meine dummen Eltern haben im Auto kein Ton gesagt, als ich erzählt habe später, sind sie weggelaufen, haben anderes gemacht. Denen ist es doch total egal. Die Woche ohne sie war ziemlich entspannend irgendwie. Hier sein ist so komisch. Ich gehöre hier nicht hin. Meine Schwester ist hier. Sie wird ausziehen. Es ist sowieso nur wieder ein Leben mit ihr auf Zeit. Ostermontag bin ich weg.
Zurück in den Süden. Zu den Jungs. Keine Ahnung, es ist schon ein Zuhause. Es ist mein Zuhause, denn es ist _meine Wohnung. Ich habe sie gestrichen, es sind nur die Sachen da, die ich will als Einrichtung. Es ist mein Ort. Meins. Doch ob ich da wirklich hingehöre, weiß ich nicht. Ich kann es einfach nicht sagen.